KW 22 · Mai 2026 25. Mai 2026
Journal
9 Meldungen

KI & Weiterbildung

Qualifizierungsrückstand trifft Rechtspflicht: KI-Schulungen, AI Act und neue Angebote aus DACH im Fokus.

Ausgewählt von der onBildung GmbH

Meldung der Woche

🔴 Meldung der Woche

KI-Nutzung wächst rasant — Schulungsquote in Betrieben hinkt deutlich hinterher

Die TÜV Weiterbildungsstudie 2026 offenbart eine wachsende Schere: 56 Prozent der Beschäftigten nutzen aktiv KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot im Arbeitsalltag — doch nur 27 Prozent der Unternehmen schulen ihre Mitarbeitenden dazu systematisch. Besonders kleine Betriebe bleiben weit zurück. Der Qualifizierungsrückstand wächst, obwohl sich die Schulungsquote in zwei Jahren verdoppelt hat.

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Wochenrückblick

KI-Pflicht trifft auf wachsende Qualifizierungslücke

KW 22 steht im Zeichen eines wachsenden Widerspruchs: Während generative KI im Arbeitsalltag längst angekommen ist — 56 Prozent der Beschäftigten nutzen sie täglich — bleibt die systematische Qualifizierung weit dahinter. Die TÜV Weiterbildungsstudie 2026 zeigt, dass nur 27 Prozent der Unternehmen ihre Mitarbeitenden bisher geschult haben. Gleichzeitig macht der EU AI Act den Nachholbedarf zur Rechtspflicht: Ab August 2026 drohen Bußgelder für fehlende KI-Kompetenz.

Österreich liefert in dieser Ausgabe wichtige Praxis-Impulse: Eine aktuelle Studie der Universität Graz belegt, dass 95 Prozent der dortigen Erwachsenenbildungseinrichtungen generative KI einsetzen — täglich oder wöchentlich. Das bifeb reagiert mit einem neuen praxisnahen Lehrgang für Bildungsfachleute. Für die deutsche Hochschullandschaft empfiehlt der Stifterverband einen KI-Zukunftsfonds von einer Milliarde Euro bis 2030 — ein klares Signal, dass KI-Kompetenz als strukturelle Bildungsaufgabe verstanden werden muss.

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Regulierung

EU AI Act: Ab August 2026 greift volle Sanktionsmacht bei KI-Schulungspflicht

Seit August 2025 müssen Unternehmen laut AI Act Artikel 4 aktiv sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden ausreichend KI-kompetent sind. Ab August 2026 greift die volle Sanktionsbefugnis der EU-Behörden: Verstöße können Bußgelder bis 15 Millionen Euro oder drei Prozent des Jahresumsatzes bedeuten. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stehen dabei vor großem Handlungsdruck.

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Die EU AI Act Schulungspflicht nach Artikel 4 gilt für alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen oder anbieten — unabhängig von Branche und Größe. Ab August 2026 können nationale Behörden Verstöße aktiv ahnden. Unternehmen sollten jetzt Schulungskonzepte entwickeln und entsprechende Nachweise dokumentieren.

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Forschung

Skills Economy Report: KI-Nachfrage steigt weltweit um 245 Prozent

Der aktuelle Skills Economy Report 2026 zeigt: AI und Machine Learning sind erstmals seit einem Jahrzehnt die weltweit am stärksten nachgefragte Kompetenz — mit einem Zuwachs von bemerkenswerten 245 Prozent seit 2023. Doch sieben von zehn Beschäftigten erhielten im vergangenen Jahr kein einziges KI-spezifisches Training. Anspruch und Realität klaffen weiter auseinander.

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Der Skills Economy Report 2026 von Cornerstone analysiert globale Kompetenztrends auf Basis von Millionen Lerndatenpunkten. KI-Kompetenzen übersteigen inzwischen alle anderen Skill-Bereiche in der Nachfrage. Unternehmen, die jetzt in gezielte KI-Weiterbildung investieren, sichern sich einen messbaren Wettbewerbsvorteil.

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Praxis

Corporate AI Learning: Drei Viertel der Belegschaften ohne KI-Schulung

Ein internationaler Report zum Corporate AI Learning zeigt: Obwohl 91 Prozent der deutschen Unternehmen KI als zentral für ihr Geschäftsmodell sehen, plant nur jedes vierte Unternehmen substanzielle Investitionen in Mitarbeiterqualifizierung. Ganze 63 Prozent der Lernverantwortlichen glauben, die Organisation werde in zwei Jahren AI-ready sein — Mitarbeitende teilen diese optimistische Einschätzung kaum.

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Der Report zum Corporate AI Learning deckt eine strukturelle Investitionslücke auf: Technologie-Budgets wachsen, während Mittel für Personalentwicklung stagnieren. Unternehmen unterschätzen das Risiko, dass KI ohne kompetente Nutzung ihren Mehrwert nicht entfaltet. Betriebliche Lernstrategien müssen KI-Kompetenz als Kernziel verankern.

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Österreich

bifeb startet Lehrgang Künstliche Intelligenz für Erwachsenenbildung

Das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) hat im Mai 2026 mit einem praxisorientierten Lehrgang zur Künstlichen Intelligenz begonnen. In sieben Pflicht- und Wahlmodulen lernen Bildungsmanagerinnen, Lehrende und Beratende, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann. Das Programm deckt Grundlagen, Didaktik und gesellschaftliche Aspekte ab — ohne technische Vorkenntnisse als Voraussetzung.

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Der bifeb-Lehrgang läuft über das gesamte Jahr 2026 mit Modulen zu KI-Tools, Beratung, Didaktik und gesellschaftlichen Aspekten. Er richtet sich an Bildungsmanagerinnen, Lehrende und Beratende in der österreichischen Erwachsenenbildung. Die Teilnahmegebühr beträgt 1.580 Euro exklusive Unterkunft; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

bifeb · Mai 2026 Quelle →
Österreich

Österreich-Studie: 95 Prozent der Bildungseinrichtungen nutzen generative KI

Eine aktuelle Studie der Universität Graz belegt: 95 Prozent der österreichischen Erwachsenenbildungseinrichtungen haben in den letzten drei Jahren generative KI-Tools eingesetzt — vier Fünftel davon mindestens wöchentlich, die Hälfte fast täglich. ChatGPT dominiert klar vor Microsoft Copilot. Eingesetzt wird KI vor allem für Textarbeit, Recherche, Übersetzungen und die Erstellung von Lernmaterialien.

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Die Studie stammt von Elke Gruber und Christina Schmieder der Universität Graz. Sie zeigt eine hohe Eigeninitiative bei der KI-Integration, aber auch Lücken bei systematischen Strategien. Vielen Organisationen fehlt ein strukturiertes Konzept für den nachhaltigen KI-Einsatz.

erwachsenenbildung.at · Mai 2026 Quelle →
Forschung

BIBB-Datenreport 2026 widmet Schwerpunkt KI in der Berufsbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat seinen Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2026 veröffentlicht. Das Schwerpunktthema lautet: Künstliche Intelligenz in der Berufsbildung. Der Report begleitet KI durch den gesamten Bildungsverlauf — von der Berufsorientierung über die Ausbildung bis zur betrieblichen Weiterbildung — und beleuchtet Auswirkungen auf Beschäftigte und Unternehmen.

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Der BIBB-Datenreport 2026 ist ein zentrales Nachschlagewerk für Bildungspolitik und Praxis in Deutschland. Das Schwerpunktthema KI zieht sich durch alle Phasen des Berufsbildungsverlaufs. Der Bericht ist frei zugänglich und dient als Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen auf Bundes- und Länderebene.

bildungsklick · Mai 2026 Quelle →
Regulierung

Stifterverband empfiehlt Milliarden-Fonds für KI an Hochschulen bis 2030

Der Stifterverband empfiehlt Bund und Ländern einen gemeinsamen KI-Zukunftsfonds für Hochschulen in Höhe von einer Milliarde Euro für den Zeitraum 2026 bis 2030. Schwerpunkte sind Studium und Lehre, Infrastruktur sowie Verwaltung. Parallel fördert das Bundesforschungsministerium ab Januar 2026 ein Verbundprojekt zur Stärkung von KI-Kompetenzen an Hochschulen mit 6,9 Millionen Euro.

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Der Stifterverband hat das Konzept des KI-Zukunftsfonds als strategische bildungspolitische Empfehlung an Bund und Länder gerichtet. Parallel laufen erste konkrete Fördermaßnahmen des Bundesforschungsministeriums für die Hochschulqualifizierung. Beide Initiativen unterstreichen, dass KI-Kompetenz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe finanziert werden muss.

Stifterverband · Mai 2026 Quelle →
Regulierung

IHK informiert: AI Act verlangt nachweisbare KI-Kompetenz in Unternehmen

Die IHK Schleswig-Holstein informiert Unternehmen über die konkreten rechtlichen Anforderungen des EU AI Act. Artikel 4 verlangt ausdrücklich, dass Anbieter und Betreiber von KI-Systemen aktiv für ausreichende KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden sorgen — unabhängig von Branche und Unternehmensgröße. Schulungsnachweise und interne Dokumentation gewinnen damit als Compliance-Elemente erheblich an Bedeutung.

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Die IHK Schleswig-Holstein bietet Informationen und Beratung zur Umsetzung der KI-Schulungspflicht nach dem EU AI Act. Unternehmen jeder Größe sind betroffen, sobald sie KI-Systeme einsetzen. Wer frühzeitig handelt und Schulungen dokumentiert, vermeidet spätere Compliance-Risiken und Bußgelder.

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Technologie

Fraunhofer FIT: Neue Zertifizierung zum KI-Manager für Führungskräfte

Das Fraunhofer FIT bietet eine neue berufsbegleitende Weiterbildung zum Zertifizierten KI-Manager an. In mehreren kompakten Modulen werden Grundlagen generativer KI, rechtliche Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Anwendungskompetenz für den Unternehmenseinsatz vermittelt. Das Programm richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die KI-Projekte verantworten oder strategisch begleiten wollen — ohne tiefe Vorkenntnisse.

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Das Fraunhofer FIT ist eines der führenden deutschen Forschungsinstitute im Bereich angewandte KI. Das Weiterbildungsprogramm verbindet aktuelle Forschungserkenntnisse mit direkter Praxisanwendung. Unternehmen können die Teilnahme über Bildungsgutscheine oder betriebliche Weiterbildungsbudgets fördern lassen.

Fraunhofer FIT · Mai 2026 Quelle →

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